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Schneller Draht zu Coface Deutschland - Die AGRAVIS Raiffeisen AG mit Sitz in Münster und Hannover arbeitet seit langen Jahren eng mit dem Forderungsspezialisten Coface Deutschland zusammen. Ziel ist es, die offenen Forderungen einer ausgewählten Kundenanzahl zu versichern und entsprechend das Ausfallrisiko für die AGRAVIS zu minimieren.
Jürgen Winkelmann, Leiter des AGRAVIS-Creditmanagements, freut sich über die gute Zusammenarbeit: „Die Gestaltung der Warenkreditversicherungsverträge ist auf die zum Teil sehr speziellen Anforderungen unserer Branche sehr gut zugeschnitten. Schließlich sind insbesondere im landwirtschaftlichen Handel Kredite eine wichtige Grundlage für das Geschäft. Außerdem gibt es für die Vergabe von Krediten historisch gewachsene Rahmenbedingungen – beispielsweise bei der Laufzeit – die bei der Kreditversicherung natürlich auch beachtet werden mussten.“
Die AGRAVIS Raiffeisen AG ist ein Agrarhandels- und Dienstleistungsunternehmen mit geschäftlichen Schwerpunkten in den klassischen Agrarsparten Getreide, Ölsaaten sowie Futtermittel, Düngemittel, Pflanzenschutz und Saatgut. Bedeutende Aktivitäten bestehen in den Bereichen Agrartechnik und Energie. Das Geschäft spielt sich vorwiegend in der Zweistufigkeit und nicht im direkten Vertrieb ab. Darüber hinaus wird ein Einzelhandelsgeschäft in den Raiffeisen-Märkten betrieben. Eine nennenswerte Rolle kommt dem Baustoffhandel zu.
Die AGRAVIS Raiffeisen AG ist Großhandelspartner der Primärgenossenschaften vor Ort, die das Geschäft mit den Landwirten verantworten. Daneben beliefert das Unternehmen über Tochtergesellschaften – in Regionen ohne Primärgenossenschaften – die Landwirte auch direkt. Das Arbeitsgebiet reicht über große Teile Nordrhein-Westfalens bis nach Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Darüber hinaus bietet die Gruppe ihre Geschäftsmöglichkeiten und Dienstleistungen auch in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern an.
2008 wurde im AGRAVIS-Creditmanagement die Software KVsprint der cormeta ag implementiert. Seit Anfang 2009 kann auch die Schnittstelle zu Coface Deutschland vollständig genutzt werden. „Erst mit der direkten Anbindung an das Coface-System können die Vorteile, die KVsprint bietet, voll ausgeschöpft werden“, erläutert Creditmanager Jens Woltmann. KVsprint ist ein integriertes SAP-Add-On, das die cormeta ag – SAP Channel Partner entwickelt hat und vertreibt. Rund 90 Prozent der Finanzbuchhaltungsprozesse laufen bei AGRAVIS über SAP-Module. Die Bearbeitung der kreditversicherten Buchungskreise erfolgt nun nahezu komplett über KVsprint. „Das ergab schon einmal eine enorme Zeitersparnis und wir haben alle Informationen an einem Platz“, stellt Jens Woltmann fest. „KVsprint ist ein seit Jahren etabliertes Standardprodukt, das funktioniert.“ Die Implementierung durch das cormeta-Team sei routiniert und reibungslos verlaufen. Es bedurfte lediglich der Abarbeitung des Pflichtenhefts.
In KVsprint lassen sich nur die Kunden bearbeiten, deren Stammdaten im SAP-System hinterlegt sind. Einige Gesellschaften laufen nicht über die SAP-Buchung und werden gesondert erfasst. Die Finanzbuchhaltung bei diesen Gesellschaften erfolgt über ein anderes System. Hier gibt es auch ein anderes Warenwirtschaftssystem. Jens Woltmann: „Aus drei Beständen stellen wir demnach die Saldenmeldungen an Coface zusammen.“ Nachdem die Vertragsinhalte des Kreditversicherungsvertrags in KVsprint eingestellt sind, werden die Kunden bereits bei Auftragserfassung geprüft, ob ein ausreichendes Versicherungslimit vorhanden ist. Das System erinnert automatisch daran, welche Daten wann erhoben und an den Versicherer gemeldet werden müssen. Auch bei der Überwachung der Nichtzahlungsmeldungen bietet KVsprint mehr Sicherheit.
Der Creditmanager freut sich über die Vorteile, die KVsprint mit sich bringt: Es sei sichergestellt, dass immer der richtige Kunde bei der Beantragung eines neuen Limits oder einer Limiterhöhung ausgewählt werde, zumal alle Mitarbeiter die vertraute, übersichtliche SAP-Oberfläche vorfänden. Das Programm ermögliche es, regelmäßige Reports anzulegen und damit die Obliegenheitspflichten zu erfüllen. Überfälligkeitsmeldungen würden problemlos funktionieren. Bei den offenen Posten könne man sehen, wie viele davon versichert seien. Jens Woltmann weist auch auf besondere Einstellungen hin, die bei ihnen in der Software vorgenommen wurden. Zur Erstellung der Kundenreferenz auf den Coface-Dokumentationen sind die Kundengruppe und teilweise auch die Kundenklasse Pflichtfelder. Die Belege, die beispielsweise über ABS-Transaktionen verkauft seien, würden abgezogen. Bei der Saldenmeldung für die Prämienberechnung könnten die Salden direkt auf die verschiedenen Kostenstellen verteilt und neue Buchungskreise nachträglich angebunden werden. Dennoch: „Erst mit der direkten Schnittstellen-Verbindung zu Coface sind die Vorteile von KVsprint als Tool richtig zum Tragen gekommen“, so Jens Woltmann. So sei es in der Übergangsphase ohne Schnittstelle immer wieder zu Arbeitsspitzen gekommen, da mehrere Systeme parallel gepflegt werden mussten.
Die Schnittstellenlösung zwischen der unternehmenseigenen Software und Coface Deutschland brächte nun eine enorme Zeitersparnis sowohl bei der Beantragung eines Limits als auch bei der Verarbeitung von WKV-Entscheidungen mit sich. Über das Cofanet im Internet wären bei der Beantragung dazu viele einzelne Arbeitsschritte erforderlich gewesen. Nun verfüge man über die kompletten Antragsinformationen und unmittelbar über die Antwort im eigenen System und müsse sie nicht mehr einpflegen. Die Verarbeitung von Entscheidungen verlaufe zuverlässig. Diese würden den Kunden korrekt zugeordnet. Kreditmitteilungen ließen sich ohne Fehler anlegen und für interne Zwecke könne auch auf die Mitteilungshistorie zugegriffen werden. „Auch wenn aktuell noch kleinere Nachprogrammierungen erforderlich sind, stößt das Programm nun bei den verschiedenen Mitarbeitern, die mit KVsprint arbeiten, auf hohe Akzeptanz“, freut sich Jens Woltmann. Es sei sehr anwenderfreundlich und es gebe somit keinen großen Schulungsaufwand. Bei sofortigen Limitentscheidungen ließe sich der Vertrieb auch schneller informieren.
Noch hat der Creditmanager auch Wünsche für die Zukunft: Zwar ließen sich die Überschreitungen des Zahlungsziels mit KVsprint vereinfacht erfassen, doch würden diese noch nicht über die Schnittstelle gemeldet. „Das schauen wir uns nach wie vor im Einzelfall an. Die KZÜ-Meldung muss dann noch auf ein Formular übertragen und per Post an Coface geschickt werden - es bedarf also einer Papierakte.“ Es wäre gut, die Nichtzahlungsmeldung nicht nur verbuchen, sondern auch direkt online versenden zu können. Auch die Forderungssalden würden noch jeweils für einen Vertrag monatlich per Fax versandt. „Was wir auch begrüßen würden, ist, dass wir über KVsprint ein Limit für einen Kunden beantragen können, der noch nicht angelegt ist. Im zweiten Schritt wäre es dann schön, diesen auch direkt im System zu haben.“
In der Schnittstelle steckt also noch Potenzial. Martina Hoch, zuständig für deren Betreuung bei Coface Deutschland, pflichtet dem AGRAVIS-Creditmanager bei: „Das Ganze ist ausbaufähig. Wir sehen es als wichtige Aufgabe an, unseren Kunden Schnittstellen anzubieten, die von ihren Systemen den schnellen Draht zu uns sicherstellen.“ Schon jetzt ist Jens Woltmann überzeugt: „Der entscheidende Vorteil ist die Schnittstelle.“ Sie sei einfach und schnell, vollständiger und gewährleiste gleich den richtigen Kundenbezug, so sein Fazit.
Dr. Dirk Bröckelmann, Coface Deutschland AG, Mainz
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01.2010
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