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Nachbericht: cormeta Kundentag 2010 in Frankfurt am Main
- Mittelstandsgerechte SAP-Neuheiten für Automatisierung von Geschäftsprozessen
- Bruno Bock, Pneuhage und Reifen Krupp mit IT-Höchstleistungen
- Ex-Basketballprofi Christian Bischoff appelliert an Selbstdisziplin, Willenskraft und Eigenverantwortung


Für Höchstleistungen hier und dort: Während die weltbesten Fußballer um die begehrte WM-Trophäe kickten, ging es auf dem jährlichen Kundentag der cormeta ag im Juni in Frankfurt a.M. um Erfolge der anderen Art. Das Ettlinger Softwarehaus präsentierte wieder mittelstandsgerechte IT-Neuheiten aus dem SAP-Umfeld für die Optimierung von Geschäftsprozessen; darunter die sogenannten Enhancement Packages (EhP), die zu Beginn vorgestellt wurden. Dabei handelt es sich um Erweiterungstools, die SAP-Software auf den neuesten Stand bringen. Anwender verzichten damit auf teure Upgrades und profitieren von einer deutlich schnelleren Anpassung. Mehr als 7.000 Unternehmen in Deutschland arbeiten derzeit mit einem EhP und schätzen dessen einfache Handhabung. Aktuelle Studien der Deutschsprachigen SAP-Anwendergemeinschaft (DSAG) und des Marktanalysten RAAD Research bestätigen die hohe Akzeptanz der Enhancement Packages. Ziel der EhP-Strategie ist es, Unternehmen jeder Größe und Branche noch schneller den Zugang zu neuester SAP-Technologie zu ermöglichen. Durch die einfache Installation der schlank gehaltenen Pakete werden die Innovationskosten drastisch gesenkt.

Virtualisierung: TCO sinkt dank Green IT. Einsparungen und Kostenreduzierungen – darum drehte es sich immer wieder auf der Veranstaltung, vor allem in den verschiedenen Praxisberichten wie etwa von der Bruno Bock Chemische Fabrik GmbH & Co. KG. Der Hersteller von organischen Schwefelchemikalien startete im vergangenen Jahr ein großangelegtes Projekt zur Virtualisierung seiner IT-Infrastruktur. Ziel des Projektes war es, die Serverlandschaft zu konsolidieren und zwecks höherer Performance auf 64bit OS umzustellen. Inzwischen profitiert Bruno Bock von der Virtualisierung in erheblichem Maße. Zwölf Server wurden eingespart, der Stromverbrauch fiel um 30 Prozent und die jährlichen IT-Gesamtkosten sanken spürbar. Deutlich wurde in dem Vortrag, wie die intelligente Zuordnung und Verwaltung von Ressourcen die EDV-Infrastruktur eines Unternehmens vereinfachen und damit zu einer wesentlich geringeren Total Cost of Ownership führen. 

Vitamine für die Buchhaltung: Automatisierung von Geschäftsprozessen – ein Thema, das einen breiten Raum einnahm. Herbert Höninger von der command ag, berichtete von den Vorteilen der elektronischen Erfassung, Bearbeitung und Freigabe von Eingangsrechnungen. Der Leiter des Geschäftsbereiches Dokumentenmanagement zeigte am Beispiel der Software DirectInvoiceControl die Möglichkeiten eines automatisierten Workflow bei der Bearbeitung von Lieferantenrechnungen auf. DirectInvoiceControl  unterstützt und beschleunigt alle Prozesse in diesem Bereich – vom Scannen, Erkennen und Archivieren über die Rechnungsfreigabe bis zum Buchen im SAP-System. Die Software ist kompatibel zu vorhandenen Scanlösungen, OCR-Engines, EDI-Konvertern sowie Archiv- und Mailsystemen. Kernstück ist der Monitor, der als Rechnungseingangsbuch fungiert. Er liefert die zentrale Übersicht über alle in einem Unternehmen kursierenden Rechnungen. DirectInvoiceControl ist unter anderem bei der Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH, einem Hersteller von Naturmedizin, im Einsatz. Hier war die command der Einführungspartner, heute läuft die Rechnungsbearbeitung bei Pascoe komplett papierlos.

Crefosprint bittet zur Kasse: Vollständig digitalisieren lässt sich übrigens auch das Inkasso. Sven Steller vom Verband der Vereine Creditreform e.V. präsentierte dazu Crefosprint Inkasso, eine Software zur vollständig integrierten Abwicklung des Inkassoverfahrens in SAP. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die zunehmende Relevanz des Inkassos im Wirtschaftsleben. So hat sich das Zahlungsverhalten einer aktuellen Mitgliederbefragung des Bundesverbandes Deutscher Inkassounternehmen (BDIU) zufolge  innerhalb der letzten Monate verschlechtert. Daher komme es vor allem auf die Verbesserung des betrieblichen Mahnwesens an, erklärte die überwiegende Mehrheit der BDIU-Mitglieder in der Befragung. Der Bedarf an Inkassodienstleistungen steigt schneller als das Bruttoinlandsprodukt, ebenso die Zahl der Unternehmensinsolvenzen. Vor diesem Hintergrund komme generell dem Risikomanagement eine entscheidende Rolle zu, so Sven Steller. Der Senior Consultant für SAP-Integration demonstrierte die vielfältigen Möglichkeiten der Crefosprint-Module, die den gesamten Prozess der Kreditvergabe überwachen. Mit Crefosprint Inkasso beispielsweise lässt sich die Suche nach Inkassofällen optimieren und somit insgesamt die Forderungsumschlagsdauer verkürzen.

Außerdem auf dem Kundentag: cormetas branchenspezifische Komplettpakete für den Einstieg in SAP BusinessObjects Edge BI (Business Intelligence). Bei letzterem standen die vielfältigen Visualisierungsmöglichkeiten im Vordergrund, mittels derer quasi auf Knopfdruck sehr anschauliche Auswertungen erzeugt werden können. Den Teilnehmern wurde gezeigt, wie sich interaktive Dashboards erstellen lassen und wie What-if-Analysen im PDF-, PowerPoint- und Outlook-Format per Mausklick erzeugt werden.

Wie in den Vorjahren nahm ein Team der cormeta ag im Anschluss an den Kundentag am J.P.Morgan Corporate Challenge teil, dem größten Firmenlauf der Welt. Mit 16 Läufern  unter rund 72.000 Joggern  ging es auf die knapp sechs Kilometer lange Strecke durch die Frankfurter Innenstadt. Für die richtige Vorbereitung sorgte Christian Bischoff, Mentaltrainer und einst einer der jüngsten Bundesliga-Trainer im Basketball. Der Coach und Buchautor („Ich weiß nicht, wo das Limit ist. Aber ich weiß, wo es nicht ist.“), der wegen einer Verletzung frühzeitig seine Spielerkarriere aufgeben musste, ist heute ein gefragter Redner, sein Vortrag auf dem Kundentag: „Du lebst nur einmal, mach was draus!“. Fasziniert lauschte das Auditorium den Thesen Bischoffs über persönlichen und beruflichen Erfolg. Selbstbestimmung und Eigenverantwortung seien gerade in Zeiten globaler Krisen die Schlüsselfähigkeiten für positive Veränderungen. Unterhaltsam vermittelte der Zwei-Meter-Mann praktische, weil leicht umsetzbare Strategien für persönlichen Erfolg. Selbstdisziplin und die oft unterschätzte Kraft des eigenen Willens – sie entscheiden über Sieg oder Niederlage beim Erreichen der Lebensziele. Christian Bischoff weiß, wovon er spricht. Ein Sportstipendium an einer amerikanischen Universität musste er nach einem Jahr wegen einer Verletzung abbrechen. Das Aus für seine Karriere als Spieler, noch bevor sie richtig begonnen hatte. Doch Bischoff ließ sich nicht entmutigen. Er hat früh gelernt, dass Rückschläge die Vorboten für Erfolge sind; vorausgesetzt, man analysiert sie richtig. Der Ex-Basketballprofi, der als Erkennungszeichen ein rotes Stirnband trägt, lebt vor, was er sagt – und scheut keine Mühen und Hindernisse. Mit dem Fahrrad durchquerte er die Alpen und nahm am härtesten Laufwettbewerb der Welt teil, dem „Transalpine-Run“: 240 Kilometer von Deutschland nach Italien. Sein Motto: „Maximize yourself – Du lebst nur einmal! Leb auch so und mach was draus!“ Mehr Infos unter www.christian-bischoff.com 

Der cormeta Kundentag 2011 findet am 15. Juni wiederum in Frankfurt am Main statt.

08.2010
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