cormeta ag bietet Fleischerfilialisten in der Hauptstadt Expertentipps zum Nachmachen
„Never change a winning team“ – so heißt es im Fußball, wenn eine siegreiche Aufstellung auch das nächste Spiel bestreitet. Dies könnte aber ebenso das Motto der cormeta Roadshow „Erfolgsrezepte aus der Praxis“ vom 27. Mai 2008 in der SAP-Niederlassung Berlin sein. Profis aus dem Metzgerhandwerk – und zwei davon aus Baden-Württemberg - geben Tipps und Tricks für das erfolgreiche Führen von Fleischereifachgeschäften.
Das Team bestand aus Michael Grom (Metzgerei Sack, Karlsruhe), Werner Häfele (Metzgerei Häfele, Winnenden), Unternehmensberater Fritz Gempel aus Fürth und nicht zuletzt aus Ralf Weinmann, Marketing- und PR-Leiter der gastgebenden cormeta ag, der die Veranstaltung zum lockeren Austausch von Marketing - Know-how auch eröffnete. Dass das Konzept ankommt, bewies unter anderem auch die Anwesenheit der Chefetage des Fleischerverbandes Berlin-Brandenburg, Simone Schiller (Geschäftsführerin) und Klaus Gerlach (Landesinnungsmeister).
„Was machen wir besser?“
Mit dieser Frage brachte es Fritz Gempel in seinem einleitenden Vortrag schon auf den Punkt. Das Fleischerhandwerk sieht sich aufgrund der derzeitigen Marktentwicklung in Sachen Einkaufsverhalten der Bevölkerung und der stetig wachsenden Konkurrenz durch den Lebensmitteleinzelhandel immer mehr in die Ecke gedrängt. Also muss man sich als Metzger in die Lage seiner potentiellen Kunden versetzen und fragen: Wer sind wir? Wie wirken wir nach außen? Und ganz zentral: Was machen wir besser? Wer besser werden will, muss anders werden – sei es durch den Verkauf von schnellen Imbissen für die Mittagspause oder durch die Zubereitung von „Chilled Food“, den zeitsparenden Fertiggerichten für zuhause.
Genauso wichtig wie alle rationalen Erfolgsrezepte ist für Gempel die eigene Motivation und ein Stück weit Herzblut. Sein Fazit: Wenn man immer besser sein will als der andere, dann kommt das Wachstum von ganz alleine. „Lassen Sie uns die folgenden erfolgreichen Beispiele als Vorbilder nehmen“, schloss Gempel seinen Vortrag und übergab an den ersten Experten.
Wichtig ist, dass man etwas tut
Als wahrer Spezialist in Sachen Marketing und PR stellte sich auch gleich
Michael Grom heraus, Inhaber der Metzgerei Sack in Karlsruhe mit ihren vier Filialen. Dass die Kundschaft beispielsweise im nahe gelegenen markteigenen Supermarkt-Parkhaus das Auto abstellt, um jedoch bei Sack ihre Wurstspezialitäten zu kaufen, kommt nicht von ungefähr. Ebenfalls behauptet sich eine seiner Filialen seit Jahren überaus erfolgreich gegenüber einem der leistungsstärksten Lebensmitteleinzelhändler im Südwesten, der nur eine Straßenecke weiter vertreten ist. Frei nach dem Motto „von nichts kommt nichts“, fährt Grom eine außergewöhnliche Werbeaktion nach der anderen und bleibt somit ständig im Stadtgespräch. Ob es nun die lebensgroße Plastikkuh Erna ist, die eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf Kinder ausübt, die 1 bzw. 3 Euro-Sonderangebote gemäß dem Konzept der allgemein bekannten Fast-Food-Ketten, oder diverse Festivitäten, an denen Grom mit seinen Gästen auch einmal ins lockere Gespräch kommt – der junge Unternehmer plant immer neue Aktivitäten und hat sichtlich Spaß daran. Gerade zu einer dauerhaften Kundenbindung erscheinen ihm Freundlichkeit, Beratungskompetenz und der persönliche Kontakt extrem wichtig. Da kann es nur Kalkül sein, dass über 4.000 Kundenkarten den Verkäuferinnen die Namen ihrer Gegenüber verraten. Ein weiteres Geheimnis des Erfolgs liegt – selbstverständlich – auch in der herausragenden Qualität seiner Erzeugnisse: „Wenn du ins Restaurant gehst, willst du das Perfekte auf dem Teller haben. Genauso funktioniert es auch für eine Metzgerei.“ Laut Grom kann man sich in der Auswahl nicht mit dem Lebensmitteleinzelhandel messen, „also muss man unbedingt durch Frische und Qualität überzeugen.“
Die Häfele-Familie ein Erfolgsteam
Um einzigartige Frische und unverwechselbare Qualität zu gewährleisten, ist bei der Metzgerei Häfele eine größtmögliche Produktionstiefe zur Firmenphilosophie geworden. Zu fast 100 Prozent kommt das Fleisch aus dem firmeneigenen Schlachthof, der stolze Geschäftsführer verfügt somit jederzeit über die lückenlose Transparenz zur Herkunft der Tiere und zur Veredelung des Sortiments. Wichtig ist für Werner Häfele ebenfalls der Regionalbezug – und das fängt schon beim Einkauf des Lebendviehs an: „Aus der Region, in der Region, für die Region“ ist der Leitsatz seines Markenkonzepts, zu dem sicherlich auch die familienorientierte Firmenstruktur zählt. So sind, neben seiner Frau, alle seine vier Söhne bereits Mitgesellschafter oder durch eine entsprechende Ausbildung auf dem besten Weg dahin. „Dieser Zusammenhalt war ganz besonders wichtig, als wir durch den Zukauf eines neuen Produktionsbetriebes quasi über Nacht unsere Kapazitäten vervielfacht haben und uns dementsprechend restrukturieren mussten.“
Aufgrund der binnen zehn Jahren verzehnfachten Größe seines Betriebes setzt Häfele zudem auf Personalmotivation in Form von ertragsabhängiger variabler Entlohnung. Mit einem so genannten „Filialrating“, das durch die Kriterien Umsatz, Handelsspanne und Personalkosten wöchentlich alle Geschäfte in eine Rangfolge bringt, spornt er seine Mitarbeiter zusätzlich an.
cormeta bringt SAP zum Metzger
Dass eine Unternehmenssoftware für Metzgereien mit mehreren Filialen nicht nur Sinn macht, sondern zunehmend auch die Spreu vom Weizen trennt, konnten im Anschluss alle Teilnehmer der Veranstaltung von den kompetenten Ansprechpartnern der cormeta ag erfahren. Die für jeden Filialbetrieb maßgeschneiderte SAP-basierende Lösung FOODsprint machte nicht nur auf die Referenten nachhaltigen Eindruck: „Ist schon toll, was man damit alles machen kann; z.B. von zuhause oder vom Hotel aus ohne großen Zeitaufwand ins System einloggen und Rechnungen schreiben“, stellte Michael Grom beeindruckt fest.
Ein gelungener Abschluss einer durchweg gelungenen Veranstaltung. „Die erstklassigen Tipps und die absolut nützlichen Gespräche haben sich zu 100 Prozent gelohnt“, lobte der Landesinnungsmeister des Fleischerverbands Berlin-Brandenburg, Klaus Gerlach und wurde von allen Seiten bestätigt.
Die nächste cormeta Roadshow findet am 5. und 6. Oktober auf der SÜFFA, der Fachmesse für das Fleischerhandwerk in Stuttgart statt. Mit von der Partie sind übrigens wieder Michael Grom und Werner Häfele. Um also im gegenwärtigen EM-Fieber beim Fußball zu bleiben: Nach der Roadshow ist vor der Roadshow. Wir freuen uns schon darauf!
06.2008
zurück zur Übersicht