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Voller Erfolg für die „Erfolgsrezepte“
cormeta ag bot Fleischern im SÜFFA Forum 2009 Expertentipps zum Nachahmen

Das Motto der SüFFA „Gemeinsam erfolgreich – jetzt und in Zukunft“ nahm sich der SAP-Partner für das Fleischerhandwerk, die cormeta ag aus Ettlingen, besonders zu Herzen. Statt im Forumsprogramm der SüFFA vorrangig die eigenen Produkte zu bewerben, stellte der Softwarespezialist seine Zeit als Plattform zum Wissens- und Erfahrungsaustausch für erfolgreiche Fleischerfilialisten zur Verfügung. Motto: „Erfolgsrezepte für Fleischereien“. Vorgestellt wurden diese von Moritz Häfele von der Metzgerei Häfele aus Winnenden und von Karl Mader jun. von der Metzgerei Mader aus Waldstetten.


In seiner Einleitung stellte Ralf Weinmann, Leiter Marketing & PR der cormeta, dar, warum sich der Softwarespezialist für ein solches Modell entschied: „Wir stellen diese Veranstaltung bewusst unter das Motto: ‚Der Konkurrent – Dein Freund und Helfer’, denn der Austausch und das Lernen von den Erfahrungen erfolgreicher Kollegen kann viele nützliche Tipps und Anregungen für den eigenen Betrieb bieten. Der ehrliche Kollege ist der beste Berater“.


Moderator der Veranstaltung war der Unternehmensberater Fritz Gempel aus Fürth. In seinem Vortrag über die „Chancen des Fleischerhandwerks in und nach der Krise“ stellte er zukünftige Trends und Wachstumschancen für die Fleischer vor. Einer dieser Erfolg versprechenden Trends ist die Ausrichtung auf regionale Produkte.


Genau mit diesem Konzept ist auch die Metzgerei Mader aus Waldstetten erfolgreich. Der Inhaber Karl Mader jun. legte in seinem Vortrag dar, wie sein Betrieb sich ganz stark auf regionale Produkte und regionale Produktion konzentriert. Die Schlachttiere stammen ausschließlich von bäuerlichen Familienbetrieben aus der Umgebung, die persönlich bekannt sind. Ein Zukauf aus fremder Schlachtung kommt nicht in Frage, da der Traditionsbetrieb sich höchster Qualität und Sicherheit verpflichtet fühlt und nicht dem kleinsten Preis. Dadurch kann auch auf lange Tiertransporte verzichtet werden, so dass die Tiere möglichst schonend und stressfrei zur Schlachtung gelangen, was Fleischqualität und Fleischhygiene nachhaltig verbessert. Die Stärkung des Regionalen geht dabei soweit, dass für sämtliche Umbaumaßnahmen der vergangenen Jahre nur ortsansässige Firmen und Handwerker beauftragt wurden: „Wie kann ich erwarten, dass die Menschen bei mir kaufen, wenn ich selbst auswärtige Firmen beauftrage?“, fragt der Metzgermeister.


Unter dem Motto „Ein Familienunternehmen auf dem Weg nach vorn“ stellte Moritz Häfele die Metzgerei Häfele mit Stammsitz in Winnenden vor. Bemerkenswert hierbei war vor allem die absolute Transparenz. Umsatzzahlen wurden ebenso offen gelegt wie die innovativen Zukunftspläne der Metzgerei. Diese sehen neben einem Franchisemodell auch eine breitere Ausbildung der Mitarbeiter vor. Die Metzgerei Häfele beschäftigt als eine der wenigen Metzgereien in Deutschland Studenten der Kulinaristik, ein duales Studium, das neben der Arbeit in der Metzgerei auch Lehrveranstaltungen in Ernährungswissenschaft und besonders Betriebswirtschaft in der Berufsakademie vorsieht. Neben der eher ungewöhnlichen Zusammenstellung der Mitarbeiter, sind auch die Entlohnung und die Filialkontrollen vorbildlich. Das Gehalt der Mitarbeiter setzt sich zusammen aus dem Grundgehalt, aus Einkaufsgutscheinen, Prämien und Filialfakturierungen. Dies führt bei allen Mitarbeitern zu einer größeren Verkaufsmotivation und damit für die Metzgerei zu gesteigerten Umsätzen. Die Mitarbeiter arbeiten für den Erfolg des Unternehmens und profitieren so selbst davon. Die Kontrolle der einzelnen Filialen erfolgt wöchentlich. Maßgebend dabei sind nicht nur die Umsätze, sondern auch die Handelsspanne und der Personaleinsatz. Dies führt auch zu einem verstärkten Wir-Gefühl innerhalb des Personals, da jede Filiale als Team antritt und nur gemeinsam erfolgreich sein kann.


Expertentipps aus erster Hand und Marketingkonzepte zum Nachmachen von Inhabern erfolgreicher Filialen. Die Profis aus dem Metzgerhandwerk gaben Tipps und Tricks für das erfolgreiche Führen von Fleischereifachgeschäften. Das Publikum im sehr gut gefüllten Forum hörte aufmerksam zu. Vielleicht finden sich schon bald die ersten Nachahmer dieser „Erfolgsrezepte“.


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